Weinreben für den Hausgarten |
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Warum der Wunsch nach eigenen Reben? |
Der Weinstock am Haus gewinnt immer mehr Liebhaber. Kein Wunder! Er liefert selbst erzeugte Trauben und Wein, verschönert kahle Wandflächen und unterstreicht die Naturverbundenheit seines stolzen Besitzers. | ||||||||
Welche Ansprüche stellt die Rebe? |
Die Weinreben sind "Kinder des Südens". Sie lieben die Wärme und das Sonnenlicht. Deshalb sind nach Süd bis West ausgerichtete, windgeschützte, kleinklimatisch bevorzugte Standorte besonders gut für den Anbau von Hausreben geeignet. | ||||||||
Unser Sortiment |
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| Dies sind alles frühreifende
Sorten, die auch außerhalb des Weinklimas reif werden können.
Pilzanfällige Sorten wie Müller-Thurgau, Königin der Weingärten, Roter und Weißer Gutedel, Ortega und Portugieser, nur um einige zu nennen, sind auf Dauer nur durch mehrmaliges Spritzen mit Fungiziden gesund zu erhalten. Außer den Gefahren, die durch den unsachgemäßen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln heraufbeschworen werden, können Spritzmittel auch zu unschönen Flecken an Fenstern, Mauern und Hauswänden führen. Unsere Rebpflanzen sind ausschließlich veredelte Containerpflanzen. Veredelte Pflanzen sind gerade in der Nähe zu Weinanbaugebieten ein Muss, da wurzelechte Pflanzen keine Resistenz gegenüber Rebläusen haben. |
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Erziehung der Reben |
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Im ersten
Sommer nach dem Pflanzen lässt man die Rebe noch ohne jeden Schnitt.
So bilden sich zwar zuviele neue Triebe, doch durch eine maximale
Blattmasse wurzelt die Pflanze am schnellsten ein.
Im darauf folgenden Winter erfolgt dann der erste Schnitt. Jetzt werden konsequent alle Seitentriebe entfernt, sodass nur noch ein Haupttrieb übrig bleibt. |
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Man erleichtert sich die Pflege der Reben erheblich durch ein durchdachtes Befestigungsgerüst. Ideal ist ein stabiles Drahtgerüst. Dafür sollte man sehr stabile Dübel verwenden, an denen man in 10cm Abstand von der Wand die Drähte spannen kann. Der erste Querdraht sollte in 60-100cm gespannt werden. Der zweite Querdraht sollte mindestens 50cm über dem ersten sein. | ||||||||
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Beispiel einer Kordonerziehung in EtagenformDer Aufbau erfolgt zunächst mit Ruten, später werden Zapfen mit 1 - 3 Augen angeschnitten. Der waagrechte Haupttrieb (Kordon) bleibt beim Rebschnitt erhalten, lediglich die Seitentriebe werden jedes Jahr erneut auf etwa 2 Augen zurückgeschnitten. Man wählt immer Triebe aus, die möglichst nahe am alten Holz stehen. Der Abstand von Zapfen zu Zapfen soll etwa 25 cm betragen. Übrige Triebe werden ganz entfernt. Mehrjähriges Holz wird so dauerhaft am Spalier befestigt, dass der gesamte Stock einen stabilen Halt findet. Einschnürungen müssen jedoch vermieden werden. Merke: Einjähriges Holz ist Fruchtholz, das Trauben bringt. Mehrjähriges bzw. altes Holz dient dem Stockaufbau und der Erziehungsform. |
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Rebschnitt |
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| Ungeschnittene Stöcke wachsen
unkontrolliert, verwildern und bringen nur eine Vielzahl von kleinen
Trauben mit geringer Qualität. Deshalb werden jedes Jahr beim Rebschnitt
im März/April in der Regel 80 - 90 % des einjährigen Holzes wieder
entfernt. Wichtig ist dabei, dass die Augenzahl/Stock nicht zu hoch wird
und keine Überlastung des Stockes auftritt.
Die Zahl der Augen, die man am Stock lässt, richtet sich nach dessen Wuchskraft. Ist der Stock sehr wüchsig, so lässt man ihm beim nächsten Rebschnitt eine größere Augenzahl, ist der Stock schwachwüchsig (viele, aber nur dünne und kurze Triebe), so lässt man ihm beim nächsten mal weniger Augen als zuvor. Der Schnitt dient dazu, den Stock im Gleichgewicht zwischen Traubenproduktion und Wuchs zu halten. Nur wenn das Triebwachstum und die Traubenproduktion in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, wird ein Rebstock über viele Jahre Freude bereiten. |
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| Die Rebe lässt sich gut erziehen und in gewünschte Formen bringen. So können Car-Ports, Lauben und Bögen bewachsen werden. | |||||||||
Laubbehandlung |
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Laubbehandlung während des Sommers: |
Für ein gutes Gedeihen der Reben müssen Licht, Luft und Sonne (Wärme) auf die Reben einwirken können. Folgende Laubarbeiten sind sinnvoll und zweckdienlich: | ||||||||
Ausbrechen: |
Nicht benötigte Jungtriebe am mehrjährigen Holz werden nach dem Austrieb entfernt. Diese Arbeit hilft mit, die Erziehungsform zu erhalten. | ||||||||
Anbinden: |
Grüne Triebe, die nicht in die Unterstützungsvorrichtung hineinwachsen oder sich festranken, werden angebunden. Damit sorgt man für eine gleichmäßige Verteilung der Triebe am Spalier und vermeidet Bruchschäden. | ||||||||
Einkürzen: |
Zu lange Triebe können bereits etwa 14 Tage nach der Blüte 6 - 8 Blätter über der Traube abgeschnitten werden. | ||||||||
Gipfeln: |
Ab Ende Juli können überhängende, zu lang gewachsene Triebe etwas eingekürzt werden. Beim Einkürzen und Gipfeln ist bereits an den nächsten Rebschnitt zu denken, d.h. es muss bei den Laubarbeiten überlegt vorgegangen werden. | ||||||||
Entblättern: |
Zur optimalen Beerenreife und zum vorbeugenden Schutz vor Pilzkrankheiten, insbesondere dem Grauschimmel (Botrytis), können nach der Blüte einzelne Blätter in der Traubenzone entfernt werden. | ||||||||
Pflanzenschutz |
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| Auch pilzfeste Rebsorten können
bisweilen vom echten Mehltau befallen werden. Infektionsgefahr besteht vor
allem in den Monaten Juni bis August. Alle grünen Teile des Rebstockes können
befallen werden, also auch die jungen Trauben. Sorgfältig durchgeführte
Laubarbeiten und eine luftige Erziehung machen aber in den meisten Jahren
den Einsatz von chemischen Pflanzenbehandlungsmitteln überflüssig. Ist
ein Traubenschutz durch Fungizideinsatz nicht zu umgehen, so ist
Netzschwefel das Mittel der Wahl, da sein Einsatz die Umwelt kaum belastet
und auch keine Flecken an der Hauswand zurückbleiben. Natürlich sind die
in der Gebrauchsanweisung festgesetzten Wartezeiten und Vorsichtsmaßnahmen
unbedingt zu beachten.
Vor Vögeln und Wespen schützen engmaschige Netze, die bei Beginn der Traubenreife angebracht werden müssen. Mit Hilfe von zugeschnittenen Gazebeuteln können auch einzelne Trauben vor Fraßschäden gerettet werden. Alle Pflegearbeiten müssen rechtzeitig, sorgfältig und fachgerecht durchgeführt werden. |
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